Author: anko


Neues Jahr – letztes Stipendium!

Das »Kartographen – Mercator Stipendienprogramm für JournalistInnen« geht in sein fünften und letztes Jahr.

Vielen erfolgreiche Jahre liegen hinter uns – wir werden uns im Frühjahr 2021 erlauben, alle StipendiatInnen und BewerberInnen zu einem großen abschließenden Symposion einzuladen – wo genau es stattfinden wird, steht noch nicht fest, aber wir peilen Leipzig an.

Zum Stependiums-Jahresthema 2020: Angesichts der aktuellen medialen Großwetterlage haben wir ein Jahresthema gewählt, das es – wie vergangenes Jahr – möglich machen soll, dass sich möglichst viele JournalistInnen einem möglichst breiten Themenspektrum widmen können.

Unser Jahresthema 2020 lautet:

»Wie weiter?«
Neue Mächte, neue Technologien, neue Ansätze – Gefahr oder Chance?

Die aktuelle Ausschreibung ist bereits online – bitte orientieren Sie sich im Menü. Einsendeschluss wird der 31. Mai 2020 sein.

Es würde uns freuen, wenn Sie sich zahlreich bewerben!

Ihr Christian Ankowitsch

Neues Jahr – neues Stipendium!

Das »Kartographen – Mercator Stipendienprogramm für JournalistInnen« geht in sein viertes Jahr.

Angesichts der aktuellen medialen Großwetterlage haben wir uns ein Jahresthema ausgedacht, das es möglich machen soll, dass sich einige JournalistInnen ihren Herzenswunsch erfüllen können.

Das Jahresthema lautet:

»Was wir immer schon ganz genau wissen wollten!«
JournalistInnen recherchieren Ihr Lieblingsthema aus den Bereichen Europa, Integration, Klimawandel oder Kulturelle Bildung, dem sie sich nur deshalb noch nicht gewidmet haben, weil dazu ganz einfach Zeit und Geld fehlte

Weitere Details werden wir in den kommenden Wochen auf unserer Homepage bekannt geben. So viel schon mal vorab: Einsendeschluss wird im Mai 2019 sein.

In diesem Sinne: Alles Gute und holen Sie die gut gehüteten Notizen hervor!

Ihr Christian Ankowitsch

Das war unser Beirat 2018

Unser unabhängiger Beirat stellt sicher, dass im Rahmen von »Kartographen – Mercator Stipendien-Programm für JournalistInnen« nur vielversprechende und relevante Projekte gefördert werden. Ihm gehören folgende Persönlichkeiten an (sie üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich aus):

Silke Burmester
Journalistin, Autorin,
Kolumnistin,
Dozentin

Tim Göbel
Geschäftsführender
Vorstand der
»Schöpflin Stiftung«

Manuel J. Hartung
Ressortleiter »Zeit«-Chancen;
Herausgeber
»Zeit«-Campus;
Sprecher des Beirats

Otfried Jarren
Professor für Publizistik-
und Kommunikations-
wissenschaft an der
Universität Zürich

Moritz Müller-Wirth
stellvertretender
Chefredakteur
»Die Zeit«

Anke Plättner
Korrespondentin,
Moderatorin
und Vorstands-
Sprecherin des »IJP e.V.«

Britta Sandberg
»Der Spiegel«
Ressortleiterin
Ausland

Oliver Schröm
»correctiv«
Chefredakteur,
Investigativ-
Journalist

Julia Stein
Leiterin der
trimedialen Redaktion
Politik und Recherche
NDR Schleswig-Holstein;
erste Vorsitzende von
»netzwerk recherche«

Armin Wolf
stv. Chefredakteur der
ORF-TV-Information,
Hauptmoderator des
täglichen Nachrichten-
magazins »ZiB 2«

Kartographen-Stipendien 2018 vergeben

Unser Beirat hat getagt. Und er hat im Rahmen des »Kartographen – Mercator Stipendienprogramm für JournalistInnen« sechs Teams ausgezeichnet. Diese sind:

Team Röttger:

  • Tania Röttger
  • Jacques Prezet
  • Cristina Helberg

Team Dammers:

  • Tobias Dammers
  • Bastian Kaiser

Team Gürgen:

  • Malene Gürgen
  • Nina Horaczek
  • Sabine am Orde

Team Petrus:

  • Klaus Petrus
  • Andrea Jeska

Team Semsrott:

  • Arne Semsrott
  • Luisa Izuzquiza

Team Zajcek:

  • Jasna Zajcek
  • Yahya Alaous

Die jeweiligen Themen werden wir – um die Recherchen zu garantieren – erst nach Abschluss der Projekte bekannt geben.

Herzliche Gratulation an die sechs Teams!

Wir halten Sie über die weiteren Entwicklungen auf dem Laufenden.

Wer, wenn nicht wir?

Ein Thesenpapier über Gegenwart und Zukunft des Lokaljournalismus
(Download als PDF hier)

Die traditionellen Medien kriseln, das Internet bietet ständig neue Möglichkeiten, Menschen zu erreichen. Spannende Zeiten – vor allem für Lokalredaktionen. Denn wenn es jemanden gibt, der ganz nahe dran ist, dann sind sie es: an ihren Leserinnen und Lesern, an den Themen und an vielen jener Leute, die unseren Alltag bestimmen. Beste Voraussetzungen also, mit Nachdruck herauszustellen, welche Relevanz der Lokaljournalismus besitzt und in Zukunft noch gewinnen könnte.

Zehn Thesen von 13 Lokaljournalistinnen und -journalisten, das eigene Gewerbe betreffend.

Stefan Bergmann, Chefredakteur „Emder Zeitung
Sarah Brasack, stv. Ressortleiterin der Lokalredaktion Köln, „Kölner Stadt-Anzeiger
Jakob Gokl, stv. Chefredakteur „Schaumburger Zeitung
Benjamin Piel, Chefredakteur „Mindener Tageblatt
Marc Rath, Chefredakteur „Landeszeitung für die Lüneburger Heide
Lars Reckermann, Chefredakteur „Nordwest-Zeitung
Maike Scholz, Redakteurin „Schwäbische Zeitung
Stephan Schmidt, Chefredakteur „Ostfriesische Nachrichten
Oswald Schröder, Chefredakteur „GrenzEcho“, Eupen (Belgien)
Anna Sprockhoff, Redakteurin „Landeszeitung für die Lüneburger Heide
Johann Stoll, Redaktionsleitung „Mindelheimer Zeitung
Ulli Tückmantel, Chefredakteur „Westdeutsche Zeitung
Flurina Valsecchi, stv. Chefredakteurin / Leiterin reg. Ressorts „Luzerner Zeitung

Bewerbungsfrist abgelaufen

Liebe Interessentinnen und Interessenten,

am Freitag, dem 8. Juni 2018, endete um 24:00 Uhr die Bewerbungsfrist für das diesjährige Stipendienprogramm der Kartographen.

Sollten Sie ihn verpasst haben – ärgerlich, aber kein Beinbruch. Im Frühjahr 2019 schreiben wir die nächsten 5 hochdotierten Stipendien aus.

Sollten Sie eine automatische E-Mail-Verständigung erhalten wollen, schreiben Sie uns eine kurze E-Mail. Wir setzen Sie auf unseren internen Mailer: info[at]fleissundmut[dot]org

Die nächste Möglichkeit, uns in live und Farbe zu erleben, ist das Symposion 2018. Es wird im November 2018 in Essen stattfinden. Details folgen.

Beste Grüsse

Ihr Christian Ankowitsch

Archiv: Kartographen Ausschreibung 2017

Aus Dokumentationsgründen legen wir hier die abgelaufenen Ausschreibungen für das Kartographen-Programm ab.
Hier jene für das Jahr 2017

Ausschreibung 2017: Integration & Bildung

Die Einreichfrist für die Stipendien 2017 hat am 26. Mai 2017 24:00 Uhr geendet. Tut uns leid. Unser Programm läuft aber voraussichtlich noch bis 2020 – Sie haben also noch mehrfach Gelegenheit, sich um eines unserer Stipendien zu bewerben.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den »Kartographen«, dem »Mercator Stipendienprogramm für JournalistInnen«!

Um sich für ein Stipendium von »Kartographen – Mercator Stipendienprogramm für JournalistInnen« zu bewerben (Fördersumme bis 28.000 Euro pro Team, es werden – je nach Qualität der Einreichungen – mehrere Stipendien vergeben), gehen Sie bitte folgenderweise vor:
* Lesen Sie diesen Ausschreibungstext durch,
* laden Sie sich die Förder- und Vergaberichtlinien (PDF) für das Jahr 2017 herunter und lesen diese durch,
* laden Sie sich das Antragsformular (als PDF) oder als Word-Dokument für das Jahr 2017 herunter,
* füllen Sie das Antragsformular aus und senden Sie uns dieses bis spätestens 26. Mai 2017 24:00 Uhr per E-Mail in einem einzigen PDF zu (info[at]fleissundmut[dot]org).
* Sollte das PDF zu groß sein, um es mithilfe Ihres E-Mail-Programms zu versenden, verwenden Sie einen Dienst wie beispielsweise wetransfer.com.
* Sobald Ihr Antrag bei uns eingegangen ist, senden wir Ihnen eine Bestätigungs-E-Mail (innerhalb einer Stunde). Sollten Sie keine Bestätigungs-E-Mail bekommen, melden Sie sich bitte unbedingt nochmals bei uns mit einer einfachen E-Mail, um sicherzustellen, dass Ihr Antrag auch wirklich angekommen ist (info[at]fleissundmut[dot]org).
* Unser Beirat tagt aller Voraussicht nach am 30. Juni 2017 – wir werden unmittelbar anschließend alle von der Entscheidung verständigen.
* Viel Glück!
* Bei Fragen: info[at]fleissundmut[dot]org

Wozu das hier lesen?

Hier finden Sie eine Zusammenfassung der wesentlichen Punkte der Ausschreibung sowie die Konkretisierung von Punkten, die in den Förder- und Vergaberichtlinien allgemein beschrieben werden (diese Punkte betreffen v.a. das Jahresthema 2017 sowie das konkrete Datum der Bewerbungsfrist.

Bewerbungsfrist

Die Bewerbungsfrist endet am 26. Mai 2017, 24:00 Uhr

Jahresthema 2017

Um das Stipendienprogramm zu fokussieren, werden alljährliche Schwerpunktthemen definiert. Das Schwerpunktthema für 2017 lautet »Integration und Bildung«. Das bedeutet, dass Stipendien nur an Teams vergeben werden, die sich mit diesem Thema beschäftigen.
Die Betonung liegt auf dem Bildungs-Aspekt. Wir suchen also nach Teams, die sich dem Bildungs-Thema vor dem Hintergrund von Integrations-Fragen widmen. Dabei fassen wir sowohl den Begriff »Integration« als auch »Bildung« sehr weit, um ein möglichst breites Spektrum an Recherche-Projekten in den Blick zu bekommen.
Dieses Jahresthema ist bewusst so breit gefasst, dass eine Vielzahl von Aspekten bzw. Erzählformen durch ein Stipendium gefördert werden kann. Es sollte freilich stets darauf geachtet werden, dass die Wechselbeziehung von Integration und Bildung Thema bleibt. Die ausschließliche Fokussierung auf einen der beiden Themenbereiche ist nicht zulässig.

Höhe der Stipendien

Pro JournalistInnen-Team wird ein Recherche-Stipendium mit einer maximalen Gesamtsumme von je 28.000 Euro (inklusive aller Steuern und Abgaben) vergeben.
Diese Gesamtsumme setzt sich aus zwei Teilsummen zusammen:
Teilsumme A: Lebenshaltungskosten für alle Teammitglieder (max 3)
Teilsumme B: Sachkosten bzw. Kosten für Dienstleistungen

(ad A): Jedes Teammitglied bekommt – unabhängig von der Laufzeit des Recherche-Projekts – ein Grund-Stipendium von 5.000 Euro (inklusive aller Steuern und Abgaben). Dieses Stipendium soll zu den Lebenshaltungskosten des jeweiligen Teammitglieds beitragen und bedarf keiner weiteren Begründung und Abrechnung.

(ad B): Darüber hinaus erhält jedes Team Finanzmittel für etwaige Reise-, Sach- oder andere Kosten, die mit dem Rechercheprojekt in klar erkennbarem Zusammenhang stehen. Diese Finanzmittel dürfen jene Summe nicht übersteigen, die sich nach Abzug der Lebenshaltungskosten vom Gesamtbetrag von 28.000 Euro ergibt. Im Antrag auf ein Stipendium müssen beide Positionen (A und B) konkret budgetiert werden. Zur Auszahlung kommt im Bewilligungsfall ausschließlich jene Summe, die in dem Antrag als Endsumme genannt ist (d.h. auch die unter A genannten Grund-Stipendien pro Person müssen aufgeführt werden).

Die Stipendien werden für die Durchführung eines konkreten Rechercheprojekts vergeben unabhängig davon, wie lange sich die JournalistInnen-Teams diesem Projekt widmen.

Form der Bewerbung

Zugelassen sind ausschließlich schriftliche Bewerbungen in deutscher Sprache. Diese Bewerbungen sind in Form eines einzigen PDF-Dokuments und auf dem Weg einer E-Mail an info[at]fleissundmut[dot]org einzureichen. Eine Vorlage, wie diese Bewerbung aussehen soll, finden Sie in Form des Antragsformulars, das sie hier herunterladen können.

Auswahlverfahren

Die Entscheidung über die Vergabe der Stipendien findet in einem zweistufigen Verfahren statt. In der 1. Stufe wird durch Vertreter des Vereins »Fleiß und Mut e.V.« geprüft, welche ansuchenden JournalistInnen-Teams die in den Förder- und Vergaberichtlinien genannten formalen Bedingungen erfüllen und welche nicht.
In der 2. Stufe des Verfahrens entscheidet ein vom Verein »Fleiß und Mut e.V.« nominierter Beirat, der aus erfahrenen JournalistInnen bzw. Wissenschaftlern besteht, unabhängig darüber, welche der in der 1. Stufe nominierten JournalistInnen-Teams ein Recherche-Stipendium erhalten sollen. Wesentliches Kriterium für die Entscheidung ist – neben den in diesen Förder- und Vergaberichtlinien definierten Formalien – die Frage, ob das jeweilige Rechercheprojekt dazu geeignet ist, das Fortbildungsziel in Sachen hochqualitativer Recherchen und Wissenstransfer zu befördern. Weitere wichtige Kriterien sind die Qualifikation der Bewerber sowie die Plausibilität des Finanzplans.

Qualifiziertes Feedback

JournalistInnen-Teams, die ein Stipendium erhalten, verpflichten sich, wenigstens an einem von zwei Treffen teilzunehmen, die im Sommer und im Herbst des jeweiligen Ausschreibungsjahres vom Verein »Fleiß und Mut e.V.« in Berlin veranstaltet werden. Dabei bekommen die Teams von einzelnen Mitgliedern des Beirats bzw. Recherche-ExpertInnen qualifiziertes Feedback über die laufenden Recherchen und die Entwicklung ihrer Erzählformate und zwar im Hinblick auf den Weiterbildungs-Charakter des Stipendienprogramms.

Weiterbildung & Symposion

JournalistInnen-Teams, die ein Stipendium erhalten haben, verpflichten sich, an dem alljährlichen Symposion, das »Fleiß und Mut e.V.« in Berlin ausrichtet, teilzunehmen und ihre Erfahrungen mit interessierten JournalistInnen und ExpertInnen in Form von Vorträgen, Teilnahmen an Podiumsdiskussionen, Symposien etc. zu teilen und diesen bei der Adaption jener Erzählformen behilflich zu sein, die sie entwickelt haben. Das alljährliche Symposion findet voraussichtlich im Oktober bzw. November 2017 statt. Es ist Aufgabe des Vereins »Fleiß und Mut e.V.«, die in diesem Zusammenhang entstehenden Reise- und Unterbringungskosten der Stipendiaten zu übernehmen – so diese nicht in Berlin bzw. in unmittelbarer Nähe wohnen.

Teilnahmeberechtigte

Das »Kartographen – Mercator Stipendienprogramm für JournalistInnen« wendet sich an JournalistInnen-Teams,
* die aus wenigstens zwei, maximal drei Personen bestehen, von denen wenigstens eine deutschsprachig publiziert
* die möglichst multiperspektivisch besetzt sind; das heisst zum einen JournalistInnen aller Fachrichtungen umfasst, zugleich aber auch Wissenschaftler bzw. in der Wissenschaft tätige Personen; während es unabdingbar ist, dass sich wenigstens ein/e JournalistIn im Team befindet, ist die Teilnahme von WissenschaftlerInnen nicht zwingend vorgeschrieben
* die bereits über mehrjährige Erfahrungen in ihren jeweiligen Tätigkeitsfeldern verfügen und
* die idealerweise bereits zusammengearbeitet haben (keine Voraussetzung).
Die Teilnahme internationaler JournalistInnen bzw. ExpertInnen bzw. Wissenschaftler wird besonders begrüßt, ist aber ebenfalls keine Voraussetzung für das Ansuchen um ein Recherche-Stipendium.

Die Journalistinnen-Teams können aus freien oder angestellten JournalistInnen bzw. ExpertInnen bzw. Wissenschaftlern bestehen; auch gemischt besetzte Teams aus Freien und Angestellten können sich um ein Stipendium bewerben. Die Teams müssen eine/n Teamverantwortliche/n nominieren; diese/r tritt gegenüber dem Auslober des Stipendien-Programms als alleinige/r Verantwortliche/r und Ansprechpartner/in auf.

Um ein Stipendium können sich JournalistInnen-Teams selbständig bei »Fleiß und Mut e.V.« bewerben. Sie können aber auch durch die Chefredaktionen von Print- bzw. elektronischen Medien bzw. durch die Leitung wissenschaftliche Institutionen nominiert und für das Stipendien-Programm »Kartographen« vorgeschlagen werden. In diesem Fall stellt die Chefredaktion bzw. die Leitung den Antrag auf ein Recherche-Stipendium und fungiert als alleinige Verantwortliche und Ansprechpartnerin. Die nominierten Team-Mitglieder müssen mit dieser Nominierung einverstanden sein und dieses Einverständnis im Antrag schriftlich erklären.

Es darf pro Person bzw. Team bzw. Redaktion bzw. Institution nur ein Antrag auf ein Stipendium eingereicht werden. Es ist zudem nicht gestattet, dass sich dieselben Personen, Redaktionen, Teams bzw. Institutionen in unterschiedlichen Besetzungen mit unterschiedlichen Themen bewerben.

Anlass des Stipendiums

Viele klassische Medienhäuser durchleben einen radikalen Wandel. Vieles steht zur Disposition: ihre Erlösmodelle, ihre Funktion im öffentlichen Diskurs, ihre Selbstorganisation, ihre Funktion als Vermittler gesicherten Wissens, ihre Glaubwürdigkeit, ihre Publikationskanäle und ihre Mitbewerber.
Dieser Wandel hat eine Reihe von Auswirkungen: Immer weniger JournalistInnen haben die Zeit und die Ressourcen, wichtige Themen umfassend zu recherchieren, neue Erzählformate zu entwickeln, Wissen auf nachvollziehbare Weise zu vermitteln. Das »Kartographen – Mercator Stipendienprogramm für JournalistInnen« will dieser Entwicklung begegnen, indem es ein praktisch orientiertes Weiterbildungs-Programm für hochqualifizierte Recherchen, neue Erzählformate und zeitgemässe Wissensvermittlung ermöglicht.
Dieses Programm ist eine Initiative des Vereins »Fleiß und Mut e.V.«, die durch die Stiftung Mercator großzügig gefördert wird. So soll dem Diktum von Wolf Schneider und Paul-Josef Raue zu neuer Gültigkeit verholfen werden: »Die Recherche ist die erste Pflicht des Journalismus«.

Ziel des Programms

Konkret soll das Stipendienprogramm
* es JournalistInnen bzw. ExpertInnen ermöglichen, über längere Zeit an einer umfangreichen Recherche zu einem konkreten, gesellschaftlich relevanten Thema zu arbeiten und solcherart neue Erkenntnisse bzw. Verknüpfungen zu ermöglichen
* die Entwicklung neuer Erzählformen fördern
* die praktische Umsetzung dieser Erzählformen ermöglichen
* das Bewusstsein der JournalistInnen für ihre zentrale Rolle bei der Vermittlung von Wissen bzw. wissenschaftlichen Erkenntnissen schärfen
* die (Selbst)Reflexion über journalistische Erzählformen und das professionelle Selbstverständnis anregen
* das wechselseitige Lernen in den JournalistInnen-Teams anstoßen und fördern
* die Weitergabe jener beruflichen Erkenntnisse, die die JournalistInnen-Teams während ihrer Projekte akkumulieren, an andere JournalistInnen ermöglichen und fördern und zwar während eines alljährlich stattfindenden Symposions
* die Überzeugung bei den JournalistInnen-Teams schärfen, dass die Basis jeder Form von Qualitätsjournalismus die hochqualitative Recherche und deren adäquate Umsetzung in entsprechende journalistische Formate ist
* beispielhafte Recherchen, neue Erzählformen und Formate für Hintergrundinformationen fördern, die als Orientierungspunkte für andere JournalistInnen dienen und den Nachweis erbringen, dass diese Elemente den JournalistInnen zu neuer Relevanz und Glaubwürdigkeit verhelfen können und von vielen Menschen geschätzt werden
* und schließlich die Rezipienten der Beiträge in die Lage versetzen, komplexe Sachverhalte zu verstehen bzw. sich ein eigenständiges, sachlich fundiertes Urteil darüber zu bilden.

Ergänzt wird dieses Weiterbildungsprogramm durch dreierlei:
* Durch die Verpflichtung der Stipendiaten, über ihre Erfahrungen nach Abschluß der Projektarbeit in schriftlicher Form zu berichten.
* Durch mindestens ein Arbeitstreffen der Stipendiaten mit dem unabhängigen Beirat des Stipendienprogramms »Kartographen«, welcher mit hochqualifizierten erfahrenen JournalistInnen, Fachleuten bzw. Wissenschaftlern besetzt ist; diese Treffen finden während der Laufzeit der Stipendien statt.
* Und schließlich wird das Programm »Kartographen« erweitert durch die Teilnahme der Stipendiaten an einem zweitägigen Symposion, das alljährlich stattfindet. Während dieses Symposions sollen die Stipendiaten von ihren Erfahrungen aus den Recherche-Projekten berichten, ihre Erfahrungen mit der Vermittlung wissenschaftlicher Informationen teilen sowie in Vorträgen bzw. Seminaren mit Fachleuten unterschiedlichster Herkunft und Ausbildung zusammentreffen mit dem Ziel, ihre Fähigkeiten und ihr Wissen zu vertiefen.

Rückfragen

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung (info[at]fleissundmut[punkt]org). All jene Antworten, die für andere Bewerber von Relevanz sind, werden hier publiziert.

Stipendien 2017 vergeben

Am Freitag, dem 30. Juni 2017, hat der Beirat von Fleiß und Mut in einer mehrstündigen Sitzung sechs Teams ausgewählt, die am diesjährigen »Kartographen – Mercator Stipendienprogramm für JournalistInnen« teilnehmen werden. Der Beirat hatte aus einer eindrucksvoll großen Zahl an hochqualitativen Einreichungen zu wählen. Kein leichtes Unterfangen, allen gerecht zu werden. Allen AntragstellerInnen an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für Ihre Bemühungen.

Die StipendiatInnen des Jahres 2017 sind (in alphabetischer Reihenfolge):

* Team Bachmann: Barbara Bachmann / Maria Feck / Lena Schnabl
* Team Esswein: Ann Esswein / Lara Eckstein / Pascale Müller
* Team Faßbinder: Konstanze Faßbinder / Janek Stroisch
* Team Funk: Matthias Funk / Marcel Helbig / Cristian Hernández
* Team Mükke: Lutz Mükke / Maria Wiesner
* Team Vierecke: Linda Vierecke / Barbara Mohr / Khalid El Kaoutit

Herzlichen Glückwunsch! Wir freuen uns auf eine Reihe spannender Recherche-Projekte, über deren Ergebnisse wir in den kommenden Monaten an dieser Stelle berichten werden.

Es würde uns freuen, wenn alle, deren Anträge dieses Jahr leider nicht berücksichtigt werden konnten, es im Frühjahr 2018 wieder versuchen. Die Erfahrungen dieses Jahres zeigen, dass eine neuerliche Bewerbung erfolgreich sein kann.

Stipendien 2017: Einreichphase abgeschlossen

Am 26. Mai 2017 endete um 24:00 Uhr die Frist für die Einreichung zu unseren Stipendien 2017.

Es haben uns eine Reihe spannender Projekte erreicht. Allen TeilnehmerInnen und Interessierten schon heute dafür herzlichen Dank! Nun ist der Beirat am Zug: Er wird aller Voraussicht nach Ende Juni in Berlin Tagen, um unsere Stipendien zu vergeben. Hier können Sie nachlesen, wer diesem Beirat angehört.

Unmittelbar danach werden wir die Entscheidung bekannt geben.

Bis bald, Ihr Christian Ankowitsch

Ausschreibung für 2017 ist online

Sollten Sie durch Zufall hier gelandet sein und nach der aktuellen Ausschreibung unserer Stipdendien für 2017 suchen – diese ist bereits seit längerem online und hier zu finden.
Alles Gute
Ihr Christian Ankowitsch

Fleiss und Mut