Anna Sprockhoff / Katja Grundmann


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Viele Kinder von Flüchtlingen bzw. Migranten übernehmen in ihren Familien besondere Verantwortung für das Schicksal der Erwachsenen und/oder Eltern: Weil sie als Erste Deutsch sprechen. Weil sie in Schule und Kindergarten die neue Welt als Erste begreifen. Oder weil es die Situation der Familie von ihnen erfordert. Das Recherche-Team ging der Frage nach, was das für diese Mädchen und Jungen bedeutet und welche wichtige Rolle sie in der Integration ihrer Familien spielen

Team-Mitglieder

Anna Sprockhoff / Redakteurin und Koordinatorin für Reportageprojekte / Landeszeitung für die Lüneburger Heide (LZ)
Katja Grundmann / Multimedia-Koordinatorin / Landeszeitung für die Lüneburger Heide (LZ)

Auszeichnungen

Nominierung für den Alternativen Medienpreis 2017

Umsetzung der Recherche

Die Ergebnisse der Recherche wurden im Rahmen einer umfangreichen Themenwoche und eines ebenso umfangreichen Online-Dossiers publiziert. Dieses umfasste
* eine siebenteilige Serie in der Print-Ausgabe der »Landeszeitung für die Lüneburger Heide«, in dem die AutorInnen je ein Flüchtlingskind portraitierten, ergänzt durch Stellungnahmen von Sozialpädagogen, Lehrern, Betreuern und den Menschen, die den Kindern in ihrem Alltag begegnen
* einem täglichen Online-Tagebuch, in dem die Autorinnen ihre Erfahrungen und Gedanken während ihrer Recherchen schilderten
* einem umfangreichen Online-Multimedia-Dossier unter dem Titel »Aufwachsen als Flüchtlingskind« mit Videos und Audios von Kindern und Experten, mit interaktiven Karten und Hintergründen

Alleinstellungsmerkmal des Recherche-Projekts

Das Recherche-Projekt ist aus doppeltem Grund ein besonderes:
* Zum einen widmete sich das JournalistInnen-Team einem Aspekt in der Migrations- und Flüchtlingsfrage, der bislang kaum berücksichtigt wurde: der Rolle der Kinder im Integrationsprozess Erwachsener.
* Zum anderen nahmen mit den Autorinnen zwei Redakteurinnen eines lokalen Mediums teil, die beispielhaft zeigten, wie fundierte und lokal verankerte Recherchen im Idealfall sein können und auf welch hohes Interesse sie intern wie extern stoßen.

Nachhaltigkeit des Recherche-Projekts

Das Projekt ist auf mehrfache Weise nachhaltig:
* Zum einen stärkt es die Relevanz lokaler Medien im alltäglichen Leben der Menschen vor Ort. Die Recherche zeigt, dass auf die aktuellen Fragen einer Region oft regionale Medien die besten Antworten liefern, wenn sie dazu die Ressourcen haben.
* Zum anderen entwickelte das Recherche-Projekt Vorbild-Charakter für die Redaktion der »Landeszeitung für die Lüneburger Heide«.
* Zudem sorgte der Erfolg des Projekts dafür, dass der Verlag der LZ im regionalen Umfeld dafür viel Lob und Zustimmung bekam; dies wiederum kann das Bewusstsein von Verlegern stärken, dass fundierte Recherchen ein integraler Bestandteil von Qualitätsjournalismus ist.

Print-Publikationen

Landeszeitung für die Lüneburger Heide (LZ)
15. Oktober 2016: LZ, Teil 1 der Serie: Auftakt-Artikel »Starke Kinder«, 1 Seite
17. Oktober 2016: LZ, Teil 2 der Serie: »Marian, 12«, 2 Seiten
18. Oktober 2016: LZ, Teil 3 der Serie: »Sana, 14«, 2 Seiten
19. Oktober 2016: LZ, Teil 4 der Serie: »Ihab, 14«, 2 Seiten
20. Oktober 2016: LZ, Teil 5 der Serie: »Suman, 17«, 2 Seiten
21. Oktober 2016: LZ, Teil 6 der Serie: »Faisal, 17«, 2 Seiten
21. Oktober 2016: LZ, Teil 7 der Serie: Abschluss-Artikel »Zwei mittlerweile erwachsene Flüchtlingskinder erzählen«, 2 Seiten
31. Dezember 2016: LZ, Nachfolge-Artikel über die drohende Abschiebung von zwei portraitierten Kindern (Sana und Suman), 1 Seite

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15. Oktober 2016: Start der Artikel-Serie in der LZ

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17. Oktober 2016: 1. Folge der Artikel-Serie in der LZ

Download 2

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Das umfangreiche, interaktive Online-Dossier begleitete die Print-Serie

Link zum Online-Dossier

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In einem persönlichen Blog berichteten die beiden JournalistInnen über ihre Erfahrungen während der Recherche

Link zum Online-Blog

Fleiss und Mut